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Frühherbstliche Tradition in der Eidgenossenschaft mit 13 Buchstaben? Prämienschock.

Die Krankenkassenprämien steigen 2027 um durchschnittlich 5 Prozent.

29.09.2026 16:50•Strada Redaktion
Portrait Bundesrätin Elisabeth Baume Schneider

Heute Dienstag war es wieder einmal so weit: Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider gab an einer Medienkonferenz die Erhöhung der Krankenkassenprämien für das kommende Jahr bekannt. Um durchschnittlich 5 Prozent werden die Prämien 2027 schweizweit steigen.

Bemerkenswert: Seit 1997, ein Jahr nach Einführung der obligatorischen Krankenversicherung, stiegen die Prämien in 28 von 30 Jahren jedes Jahr aufs Neue. Lediglich 2008 (-1 Prozent) und 2022 (-0,6 Prozent) sanken sie minimal. 1996 betrug die monatliche Durchschnittsprämie noch 128 Franken, 2027 wird sie bei 487 Franken liegen – sprich fast viermal so viel wie noch vor 30 Jahren.

Just gestern gab die SP bekannt, eine Initiative «für tiefere Krankenkassenprämien» zu lancieren. Diese will die Einkommen der reichsten 10 Prozent stärker besteuern, um mit diesen Erlösen die Prämien von rund 90 Prozent der Bevölkerung zu entlasten. Noch in diesem Jahr soll die Unterschriftensammlung beginnen.

Auch das Bundeshaus nimmt sich das Thema vor. In der heutigen Herbstsession stimmte der Nationalrat der Vorlage eines SP-Nationalrats zu, einen Lohndeckel für das Management der 34 in der Schweiz zugelassenen Krankenkassen einzuführen. Dieser soll sich am Maximalbetrag der höchsten Lohnklasse der Bundesverwaltung (405'000 Franken pro Jahr) orientieren. Allerdings gilt der Lohndeckel nur für jenen Teil des Salärs, der aus dem Geschäft mit der obligatorischen Grundversicherung stammt. Im Bereich der Zusatzversicherungen bleiben die Cheflöhne unangetastet.

Die Topverdiener der Krankenkassenbranche waren im abgelaufenen Jahr Philomena Colatrella (CSS) mit 998'611 Franken, Andreas Schönenberger (Sanitas) mit 982'506 Franken und Roman Sonderegger (Helsana) mit 996'029 Franken. Am Ende der Rangliste rangiert Caroline Meli (Atupri) mit einem Jahreslohn von «lediglich» 349'476 Franken.

Mehr zum Thema Krankenkassen liest du in unserer kommenden zweiteiligen Recherche zum Helsana-Report.

Bild: © Bundeskanzlei / Béatrice Devènes